14. April 2026

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Alkoholbedingte Krankenhausbehandlungen in Deutschland deutlich zurückgegangen

Symbolbild: Lucas Hubl

Alkoholmissbrauch führt in Deutschland immer seltener zu stationären Krankenhausaufenthalten. Nach aktuellen Zahlen des Statistisches Bundesamt wurden im Jahr 2024 rund 283.500 Patientinnen und Patienten wegen ausschließlich alkoholbedingter Krankheiten im Krankenhaus behandelt. Das sind 28,9 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren.

Zum Vergleich: Im Jahr 2014 mussten noch etwa 398.500 Menschen aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär behandelt werden. Damit erreichte die Zahl der Fälle im Jahr 2024 den niedrigsten Stand innerhalb der letzten Dekade. Auch der Anteil solcher Behandlungen an allen Krankenhausfällen ging zurück – von 2,0 Prozent im Jahr 2014 auf 1,6 Prozent im Jahr 2024.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen sank die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen alkoholbedingter Diagnosen innerhalb von zehn Jahren um 58,5 Prozent. Ein Hauptgrund dafür ist, dass deutlich weniger Jugendliche wegen akuter Alkoholvergiftungen stationär behandelt werden müssen.

Auch bei den 20- bis 39-Jährigen sowie bei den 40- bis 59-Jährigen ging die Zahl der Fälle spürbar zurück. Bei älteren Menschen fällt der Rückgang dagegen deutlich geringer aus. In der Altersgruppe der über 80-Jährigen wurde sogar ein leichter Anstieg verzeichnet.

Trotz der insgesamt rückläufigen Krankenhausbehandlungen bleibt Alkohol ein bedeutender Gesundheitsfaktor. Im Jahr 2024 starben in Deutschland rund 14.400 Menschen an Krankheiten, die direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Etwa drei Viertel der Todesfälle betrafen Männer.

Als häufigste Ursachen für alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte nennt die Statistik vor allem Alkoholabhängigkeit, akute Alkoholvergiftungen sowie Entzugssyndrome. Daneben spielen auch Folgeerkrankungen wie Schäden an Leber oder Bauchspeicheldrüse eine Rolle.

Die Daten basieren auf der Krankenhaus- und Todesursachenstatistik und geben einen Überblick über Diagnosen, die vollständig auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind.