Mainz-Mombach – Eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) hat am Donnerstagabend (15. Oktober 2026) in Mainz-Mombach deutlichen Gegenprotest ausgelöst. Während sich rund zehn Parteimitglieder und Anhänger zu einem politischen Treffen in der Hauptstraße versammelten, kamen etwa 150 Gegendemonstranten zusammen, um gegen den Auftritt der Partei zu protestieren. Mit Trillerpfeifen, Rasseln, Musik und lautstarken Sprechchören machten die Teilnehmer auf ihre Haltung aufmerksam. Die Polizei begleitete beide Versammlungen mit mehreren Einsatzkräften.
AfD lädt zum politischen Dämmerschoppen nach Mombach
Der Mainzer Kreisverband der AfD hatte unter dem Motto „Heimat Herbst“ zu einem sogenannten Dämmerschoppen in die Hauptstraße im Stadtteil Mombach eingeladen. Bei der Veranstaltung wollte die Partei mit Interessierten ins Gespräch kommen und ihre politischen Positionen vorstellen. Als Gäste waren unter anderem die beiden Landtagsabgeordneten Jürgen Wiedenhöfer und Stephan Stritter angekündigt.
Nach den vorliegenden Informationen hielten sich rund zehn Mitglieder beziehungsweise Anhänger der AfD am Veranstaltungsort auf. Die Zusammenkunft blieb jedoch nicht ohne öffentliche Reaktion. Zeitgleich versammelten sich zahlreiche Menschen, die gegen den Auftritt der Partei demonstrierten und ihren politischen Widerspruch deutlich zum Ausdruck brachten.
Rund 150 Menschen beteiligen sich am Gegenprotest
Der Gegenprotest fiel zahlenmäßig deutlich größer aus als die eigentliche AfD-Veranstaltung. Nach den vorliegenden Angaben beteiligten sich rund 150 Menschen an der Demonstration in der Hauptstraße. Die Teilnehmer nutzten unterschiedliche Mittel, um auf ihre Ablehnung der AfD aufmerksam zu machen und ihren Protest weithin hörbar zu gestalten.
Neben Trillerpfeifen und Rasseln kam auch Musik zum Einsatz. Dadurch entstand eine lautstarke Geräuschkulisse rund um den Veranstaltungsort. Immer wieder waren Sprechchöre zu hören, mit denen die Demonstrierenden ihre Kritik an der Partei deutlich machten. Unter anderem wurden die Parolen „Nazis raus“ und „Scheiß AfD“ gerufen.
Demonstranten fordern Autofahrer zum Hupen auf
Die Gegendemonstranten beschränkten ihre Aktion nicht ausschließlich auf Sprechchöre und Musik. Einige Teilnehmer versuchten zusätzlich, vorbeifahrende Autofahrer in den Protest einzubeziehen. Sie forderten Verkehrsteilnehmer dazu auf, durch Hupen ihre Unterstützung für die Demonstration zu zeigen und damit ebenfalls ein hörbares Zeichen gegen die AfD-Veranstaltung zu setzen.
Die verschiedenen Protestformen sorgten dafür, dass die Kundgebung auch außerhalb des unmittelbaren Veranstaltungsbereichs wahrgenommen wurde. Trotz der zahlreichen Demonstrierenden und der lautstarken Begleitung wurden nach den vorliegenden Informationen keine Verkehrsbehinderungen festgestellt. Der Straßenverkehr in der Hauptstraße konnte somit weitgehend ungestört weiterlaufen.
Auch „Omas gegen rechts“ beteiligen sich an Demonstration
Unter den Teilnehmern des Gegenprotests befanden sich auch Mitglieder der Initiative „Omas gegen rechts“. Die bundesweit aktive Bewegung engagiert sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und setzt sich nach eigenen Angaben für demokratische Grundwerte ein. Ihre Mitglieder beteiligen sich regelmäßig an öffentlichen Kundgebungen und politischen Protestaktionen.
Auch in Mainz-Mombach nutzten Vertreterinnen der Initiative die Gelegenheit, ihre Ablehnung der AfD öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Gemeinsam mit den übrigen Demonstrierenden beteiligten sie sich an der lautstarken Kundgebung. Der Protest vereinte damit Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, die ihre politischen Positionen gemeinsam auf die Straße trugen.
Polizei mit elf Beamten und sechs Streifenwagen vor Ort
Um einen geordneten Ablauf der beiden Versammlungen sicherzustellen, war die Mainzer Polizei mit mehreren Einsatzkräften vor Ort. Insgesamt begleiteten elf Polizeibeamte mit sechs Streifenwagen das Geschehen. Die Beamten behielten sowohl die AfD-Veranstaltung als auch den Gegenprotest im Blick, um bei möglichen Konflikten frühzeitig eingreifen zu können.
Zu den Aufgaben der Polizei gehörte es, die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten und die Durchführung der Versammlungen zu ermöglichen. Dabei mussten die Einsatzkräfte berücksichtigen, dass sowohl politische Veranstaltungen als auch friedliche Gegendemonstrationen grundsätzlich durch die Versammlungsfreiheit geschützt sind. Nach den vorliegenden Informationen kam es während der Kundgebungen zu keinen nennenswerten Verkehrsbehinderungen.
Politische Meinungsverschiedenheiten werden öffentlich sichtbar
Die Ereignisse in Mainz-Mombach verdeutlichen, wie unterschiedlich politische Positionen innerhalb der Bevölkerung wahrgenommen und öffentlich vertreten werden. Während die AfD ihren Dämmerschoppen nutzte, um mit Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu treten, wollten die Gegendemonstranten ein sichtbares und hörbares Zeichen gegen die Partei setzen.
Die unterschiedlichen politischen Auffassungen trafen damit unmittelbar im öffentlichen Raum aufeinander. Solche Situationen stellen auch die Polizei vor die Aufgabe, die Rechte aller Versammlungsteilnehmer zu schützen und gleichzeitig mögliche Konflikte zu verhindern. Die Versammlungsfreiheit gilt dabei sowohl für die Veranstalter politischer Zusammenkünfte als auch für Menschen, die friedlich dagegen demonstrieren möchten.
Gegenprotest deutlich größer als AfD-Veranstaltung
Besonders auffällig war das zahlenmäßige Verhältnis zwischen den beiden Gruppen. Während sich am AfD-Stand etwa zehn Personen aufhielten, beteiligten sich rund 150 Menschen am Gegenprotest. Damit war die Gruppe der Demonstrierenden etwa 15-mal so groß wie die Zahl der anwesenden AfD-Mitglieder und Anhänger.
Der Protest machte sich jedoch nicht nur durch seine Teilnehmerzahl bemerkbar, sondern auch durch die lautstarke Begleitung der Veranstaltung. Mit Musik, Pfeifen, Rasseln und Sprechchören brachten die Demonstranten ihre politischen Positionen zum Ausdruck. Die AfD-Veranstaltung und der Gegenprotest standen somit gleichermaßen im Mittelpunkt eines Abends, der von unterschiedlichen politischen Auffassungen geprägt war.
Keine größeren Störungen im Straßenverkehr
Trotz der unterschiedlichen politischen Positionen verliefen die Zusammenkünfte nach den verfügbaren Informationen ohne größere Verkehrsbehinderungen. Die Polizei war mit elf Einsatzkräften vor Ort und begleitete das Geschehen mit insgesamt sechs Streifenwagen. Über größere Zwischenfälle wurden in den vorliegenden Berichten keine Angaben gemacht.
Die Veranstaltung am Donnerstagabend zeigte, dass politische Auftritte der AfD in Mainz auf organisierten und deutlich hörbaren Widerspruch stoßen können. Für die rund 150 Gegendemonstranten bot die Kundgebung eine Möglichkeit, ihre Ablehnung der Partei öffentlich zum Ausdruck zu bringen. Die AfD wiederum nutzte die Veranstaltung, um ihre politischen Positionen zu präsentieren.
Damit wurde Mainz-Mombach an diesem Abend zum Schauplatz zweier Versammlungen mit unterschiedlichen politischen Zielen. Während die eine Gruppe für ihre Positionen warb, machte die andere ihren Widerspruch mit einer lautstarken Demonstration deutlich.


