Im Gesundheitsamt Wiesbaden sorgen Vorwürfe von Mitarbeitenden für Unruhe. In einem anonymen Schreiben werfen Beschäftigte dem Amtsleiter unter anderem Intransparenz, fragwürdige Personalentscheidungen und mögliche Datenschutzverstöße vor das berichtet am heutigen Vormittag Wiesbadenaktuell.
Das Schreiben liegt auch der Stadtverwaltung, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Hessischen Gesundheitsministerium vor. Die Mitarbeitenden berichten demnach von einem schwierigen Arbeitsklima, in dem Anweisungen überwiegend mündlich erteilt werden und Bedenken kaum Gehör fänden so laut Wiesbadenaktuell.
Kritik wird insbesondere an der Führungskultur und an Personalentscheidungen geübt. Laut den Verfassenden sollen erfahrene Führungskräfte entmachtet und Entscheidungen nicht transparent getroffen worden sein. Zudem wird bemängelt, dass sensible Informationen teilweise ungeschützt zugänglich seien.
Die Stadtverwaltung hat angekündigt, die Vorwürfe prüfen zu wollen. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) und die zuständige Dezernentin Milena Löbcke (Die Linke) wurden über das Schreiben informiert. Wie genau auf die Beschwerden reagiert wird, ist bisher nicht bekannt.
Das Gesundheitsamt ist für den Infektionsschutz, die Bürgerberatung und weitere öffentliche Gesundheitsaufgaben in Wiesbaden zuständig. Die anonymen Vorwürfe werfen Fragen zu internen Abläufen und zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben auf.

More Stories
Wiesbaden wählt neue Stadtpolitik: Das müssen Sie zum Wahltag wissen
Teenager klaut Linienbus in Wiesbaden und fährt bis nach Karlsruhe
1-Euro-Eis kommt nach Wiesbaden: Neue Eismanufaktur eröffnet in der Innenstadt