Wiesbaden-Medenbach – Ein schwerer Wohnungsbrand hat am Freitagvormittag im Wiesbadener Stadtteil Medenbach einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Flammen richteten erhebliche Schäden an einem Wohngebäude an. Alle zehn Bewohner konnten unverletzt gerettet werden. Aufgrund der starken Brandschäden und einer bestehenden Einsturzgefahr ist das Haus derzeit nicht mehr bewohnbar.
Flammen schlagen aus dem Obergeschoss
Gegen 9:47 Uhr ging bei der Zentralen Leitstelle Wiesbaden ein Notruf über einen Gebäudebrand im Bereich der Fritz-Erler-Straße und Hockenbergstraße ein.
Bereits vor dem Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte konnte eine Drohne, die sich derzeit im Probebetrieb befindet, wichtige Bilder von der Einsatzstelle liefern. Die Aufnahmen zeigten, dass sich das Feuer bereits erheblich ausgebreitet hatte. Daraufhin konnten frühzeitig zusätzliche Einsatzkräfte und entsprechende Maßnahmen eingeplant werden.
Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand ein Bereich im ersten Obergeschoss bereits in Flammen. Das Feuer hatte sich so weit entwickelt, dass auf mehreren Gebäudeseiten Flammen aus den Fenstern und Öffnungen schlugen.
Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Brandbekämpfung. Zwei Feuerwehrtrupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor, während ein weiterer Trupp das Feuer von außen bekämpfte. Gleichzeitig wurde das Haus nach möglicherweise eingeschlossenen Personen durchsucht.
Gebäude wegen Einsturzgefahr gesperrt
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Brand unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Anschließend waren umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich, um verbliebene Glutnester auszuschließen.
Bei der Untersuchung des Gebäudes stellten die Einsatzkräfte erhebliche Schäden an der Bausubstanz fest. Besonders kritisch war der Zustand der Holzbalkendecke zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss.
Da diese durch den Brand stark beschädigt wurde, besteht die Gefahr eines Einsturzes. Aus Sicherheitsgründen darf das Gebäude bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden.
Für die zehn Bewohner bedeutet dies, dass sie vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können.
Zehn Bewohner werden betreut und untergebracht
Glücklicherweise konnten sämtliche Bewohner das brennende Gebäude unverletzt verlassen beziehungsweise von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden.
Die Betreuung der zehn betroffenen Menschen übernahmen die Schnelleinsatzgruppe Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie die Seelsorge in Notfällen.
Ein Bus der ESWE Verkehr wurde bereitgestellt, damit sich die Bewohner während des Einsatzes in Sicherheit aufhalten konnten. Anschließend kümmerte sich die Polizei um die weitere vorübergehende Unterbringung.
Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort
Neben der Berufsfeuerwehr Wiesbaden waren auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Medenbach und Auringen an den Löscharbeiten beteiligt.
Der Wiesbadener Rettungsdienst erhielt zusätzliche Unterstützung durch Einsatzkräfte aus dem Main-Taunus-Kreis. Die Koordination des Rettungsdiensteinsatzes übernahm der Organisatorische Leiter Rettungsdienst.
Während der Löscharbeiten musste die Fritz-Erler-Straße im Bereich des Brandortes vollständig für den Verkehr gesperrt werden.
Um die Einsatzbereitschaft im übrigen Stadtgebiet sicherzustellen, übernahm die Freiwillige Feuerwehr Naurod vorübergehend den Grundschutz.
Brandursache und Schadenshöhe noch unklar
Nachdem die Flammen gelöscht und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen waren, konnte die Feuerwehr ihren Einsatz vor Ort beenden. Eine weitere Kontrolle der Brandstelle wurde angekündigt.
Was das Feuer ausgelöst hat, ist bislang nicht bekannt. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen noch keine gesicherten Angaben vor.
Fest steht jedoch, dass der Brand das Gebäude erheblich beschädigt hat und die zehn betroffenen Bewohner vorerst anderweitig untergebracht werden müssen.


